Ho’oponopono: Das hawaiianische Vergebungsritual für deinen Alltag

Manchmal tragen wir Dinge mit uns herum, die schwerer sind als sie sein müssten: alte Verletzungen, Ärger, Schuldgefühle, Enttäuschungen. Und oft merken wir erst spät, wie sehr diese inneren „Knoten“ den Alltag färben – in Beziehungen, im Körpergefühl, im Schlaf oder in der Stimmung.

Ho’oponopono ist ein hawaiianisches Vergebungsritual, das in einer modernen Form als einfache Alltags-Praxis genutzt wird: nicht zum Schönreden, sondern zum inneren Aufräumen. Viele Menschen erleben dadurch mehr Ruhe, Klarheit und Entlastung.


Was ist Ho’oponopono?

Traditionell ist Ho’oponopono ein Verfahren zur Versöhnung und Konfliktlösung in Familien oder Gemeinschaften. In der heute verbreiteten, vereinfachten Anwendung geht es vor allem um den inneren Prozess:

Wenn dich eine Situation triggert, verletzt oder wütend macht, wird ein inneres Muster aktiviert (Erinnerungen, Überzeugungen, emotionale Programme). Ho’oponopono setzt dort an – damit du dich von der emotionalen Belastung lösen kannst.

Wichtig: Vergebung bedeutet nicht „War eh okay“. Vergebung bedeutet oft: „Ich lasse das Gift aus meinem System.“


Die 4 Ho’oponopono-Sätze (der Kern)

Die bekannteste Form arbeitet mit vier Sätzen:

  • Es tut mir leid.
  • Bitte verzeih mir.
  • Danke.
  • Ich liebe dich.

Diese Sätze sind keine Magie – sie sind ein Impuls, der einen inneren Klärungsprozess anstößt:

  • „Es tut mir leid“ = Ich erkenne an, dass Schmerz/Spannung da ist.
  • „Bitte verzeih mir“ = Ich bitte um Lösung – in mir und meinem Erleben.
  • „Danke“ = Ich würdige den Prozess und öffne mich für Veränderung.
  • „Ich liebe dich“ = Ich bringe Verbindung statt Trennung in mein System.

Warum Vergebung den Körper entlasten kann

Unverarbeiteter Ärger und dauerhafte innere Anspannung belasten das Nervensystem. Viele spüren das als:

  • innere Unruhe, Schlafprobleme
  • Verspannungen, Kopfdruck
  • Magen-/Bauchgefühl, „Stress im Körper“
  • Reizbarkeit, Erschöpfung

Aus Sicht der Informationsmedizin und auch im Denken der Frequenztherapie kann man es so beschreiben: Jeder innere Zustand hat eine Art „Schwingungsqualität“ – eng oder weit, schwer oder leicht. Wenn du wiederholt in Groll, Angst oder Ohnmacht festhängst, läuft dein System langfristig „unter Stress“.

Ho’oponopono kann dabei helfen, diese innere Spannung zu lösen und das System wieder in Richtung Ruhe und Ordnung zu bringen.

Hinweis: Gerade bei großen Themen wie Krebserkrankungen (eigene Geschichte oder im Umfeld) spielen Angst, Stress und emotionale Überlastung häufig eine große Rolle im Erleben. Ho’oponopono ist keine Krebstherapie – kann aber unterstützen, innerlich stabiler zu werden und das Nervensystem zu entlasten.


Ho’oponopono im Alltag: 5 praktische Anwendungen

1) Wenn dich jemand triggert

Bevor du reagierst: 3–10 Wiederholungen innerlich.
Nicht weil der andere „recht hat“, sondern weil du deinen Zustand zurückholst.

2) Vor schwierigen Gesprächen

2 Minuten Ho’oponopono, um dich zu zentrieren.
Tipp: Stell dir die Person als Mensch vor – nicht als Gegner.

3) Nach Streit oder Schuldgefühlen

Schuld kostet Energie. Ho’oponopono hilft, Verantwortung zu übernehmen, ohne dich zu zerlegen.

4) Für alte Erinnerungen

5–10 Minuten am Stück, während du die Situation sanft im Hintergrund hältst. Achte darauf, wie dein Körper reagiert – oft wird es mit der Zeit leichter.

5) Für dich selbst (Selbstvergebung)

Viele können anderen vergeben – aber nicht sich selbst.
Sprich die Sätze bewusst zu dir.


Die 7-Minuten-Routine (täglich, simpel)

Dauer: 7 Minuten – morgens oder abends

  1. 1 Minute: ruhig atmen, Körper spüren
  2. 2 Minuten: Person/Situation wählen, die dich beschäftigt
  3. 3 Minuten: die 4 Sätze langsam wiederholen
  4. 1 Minute: still werden, nachspüren, Wasser trinken

Du musst nichts erzwingen. Wenn Gefühle auftauchen: gut. Wenn nicht: auch gut.


Häufige Fragen

Muss ich „Ich liebe dich“ sagen?

Wenn es sich (noch) nicht stimmig anfühlt, ersetze es am Anfang durch:
„Ich öffne mich für Frieden.“ oder „Ich lasse los.“
Oft wächst das Original später organisch.

Heißt das, ich bin an allem schuld?

Nein. Es geht nicht um Schuld, sondern um Zuständigkeit für dein inneres Erleben.

Was, wenn wirklich Schlimmes passiert ist?

Ho’oponopono kann helfen, dich aus der Bindung an den Schmerz zu lösen – ohne etwas zu verharmlosen. Bei Trauma: bitte mit professioneller Begleitung.


Fazit

Ho’oponopono ist eine alltagstaugliche Praxis, um innere Spannungen zu lösen und Frieden zu finden – nicht perfekt, aber wirksam. Wenn du es 1–2 Wochen regelmäßig ausprobierst, spürst du oft schon Veränderungen im Nervensystem: weniger Druck, mehr Ruhe, klareres Denken.


Disclaimer

Frequenztherapie ist schulmedizinisch nicht anerkannt und kann keine Therapie mit ausgebildeten Ärzten oder Heilpraktikern ersetzen. Die Inhalte dienen der Information und ersetzen keine medizinische Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden wende dich bitte an medizinisches Fachpersonal.

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Herbert Eder

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