Das Azinuszellkarzinom des Pankreas (engl. pancreatic acinar cell carcinoma, PACC) ist ein seltener bösartiger Tumor der exokrinen Bauchspeicheldrüse. Er entsteht aus den azinären Zellen, die Verdauungsenzyme bilden, und macht nur einen kleinen Anteil der Pankreastumoren aus.


Kurzüberblick

  • Seltenheit: deutlich seltener als das duktale Adenokarzinom; PACC wird in Reviews meist als <2% der Pankreaskarzinome beschrieben.
  • Alter/Geschlecht: häufiger bei Männern; typische Diagnosen um das mittlere bis höhere Erwachsenenalter, aber grundsätzlich breite Altersverteilung möglich.
  • Biologie: unterscheidet sich klinisch und molekular vom duktalen Pankreaskarzinom, was für Therapieentscheidungen relevant sein kann.

Was macht das Azinuszellkarzinom besonders?

Im Vergleich zum häufigen duktalen Pankreaskarzinom kann PACC:

  • anders wachsen und anders streuen,
  • größere Tumoren bei Diagnosestellung zeigen,
  • und teilweise andere molekulare Veränderungen aufweisen, was die Tür für zielgerichtete Therapien in ausgewählten Fällen öffnen kann (je nach Befund).

Symptome

Viele Beschwerden sind unspezifisch und ähneln anderen Pankreaserkrankungen. Häufig genannt werden:

  • Oberbauchschmerzen, Druckgefühl
  • Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit
  • Übelkeit/Völlegefühl
  • Müdigkeit/Leistungsknick

In einem Teil der Fälle kann es zu Lipase-Erhöhung kommen (Enzymproduktion), teils mit besonderen Begleiterscheinungen (z. B. Fettgewebsreaktionen).


Diagnostik

Typische Schritte (je nach Situation):

  1. Bildgebung: CT/MRT (ggf. PET-CT), Beurteilung von Größe, Lokalisation, Metastasen.
  2. Endosonografie (EUS) + Biopsie: histologische Sicherung.
  3. Labor: Leberwerte, Bilirubin, Entzündungswerte; ggf. Lipase/Amylase.
  4. Molekulare Diagnostik: kann bei PACC besonders wertvoll sein, wenn systemische Therapien geplant sind.

Therapie (schulmedizinischer Standard – Überblick)

Die Behandlung richtet sich nach Stadium, Operabilität und Metastasierung:

  • Operation (wenn möglich) ist meist die wichtigste Option bei lokal begrenzter Erkrankung.
  • Systemtherapie (Chemotherapie) bei fortgeschrittenen/metastasierten Stadien; Schemata werden individuell gewählt.
  • Personalisierte/Target-Ansätze können je nach molekularem Profil in Frage kommen (Einzelfallentscheidung).
  • Supportivtherapie: Schmerztherapie, Ernährungsmedizin, Enzymsubstitution (exokrine Pankreasinsuffizienz), psychoonkologische Unterstützung.

Prognose

Die Prognose hängt stark von:

  • Diagnosestadium (lokal vs. metastasiert),
  • vollständiger Resektion (R0),
  • Tumorbiologie/Molekularprofil
    ab. Insgesamt ist PACC selten, daher stammen viele Daten aus Reviews und Fallserien.

Frequenztherapie-Abschnitt: Frequenzlisten (EDTFL / CAFL)

1) CAFL (Consolidated Annotated Frequency List)

In der öffentlich verfügbaren CAFL-PDF findet sich ein Eintrag:

  • Cancer_pancreatic: „use Cancer_adenocarcinoma“
  • Cancer_adenocarcinoma (Hz):
    47 | 832 | 2084 | 2127 | 2160 | 2182 | 2219 | 2452 | 2876

Hinweis zur Einordnung: Das Azinuszellkarzinom ist histologisch nicht identisch mit einem duktalen Adenokarzinom. In CAFL wird „Pankreaskarzinom“ jedoch pragmatisch über den Adenokarzinom-Eintrag abgebildet.

2) EDTFL (ETDFL) – Verfügbarkeit/Recherche

EDTFL/ETDFL wird als digitale, durchsuchbare Frequenzliste angeboten; konkrete krankheitsspezifische Frequenzsets sind je nach Version oft nur innerhalb der jeweiligen PDF/Database zuverlässig einsehbar.

Für „Azinuszellkarzinom (Pankreas)“ konnte ich in frei zugänglichen Quellen kein eindeutiges, zitierbares EDTFL-Set finden. Praktisch wird häufig mit den oben genannten CAFL-Pankreas/Cancer_adenocarcinoma-Frequenzen gearbeitet, bis ein spezifischer EDTFL-Eintrag im eigenen EDTFL-PDF/Database nachgeschlagen werden kann.


Wichtiger Hinweis (Disclaimer)

Die hier erwähnten Frequenzlisten stammen aus komplementärmedizinischen Sammlungen (z. B. CAFL/EDTFL) und sind nicht Bestandteil der evidenzbasierten Standardtherapie von Pankreaskarzinomen. Frequenztherapie ist schulmedizinisch nicht anerkannt und kann keine Behandlung durch Ärztinnen/Ärzte oder Heilpraktiker ersetzen. Bitte nutzen Sie diese Informationen ausschließlich begleitend und klären Sie Diagnostik und Therapie immer medizinisch ab.


Author: NLS Informationsmedizin GmbH, Herbert Eder

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Herbert Eder

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