Hulda Clark: Zapper, Parasiten-Theorie und was wissenschaftlich wirklich dazu bekannt ist

Hulda Regehr Clark (1928–2009) war eine kanadische Naturheilkundlerin und Autorin, die durch sehr weitreichende Gesundheitsbehauptungen bekannt wurde: Sie vertrat die Ansicht, dass praktisch alle Krankheiten auf Parasiten und Umweltgifte zurückzuführen seien – und dass man diese u. a. mit einem elektrischen Gerät („Zapper“) eliminieren könne.

Dieser Beitrag ordnet ihre Ansätze kritisch ein, erklärt die wichtigsten Begriffe (Zapper, „Syncrometer“, Parasiten-Theorie) und zeigt, wo die wissenschaftlichen Grenzen liegen – besonders relevant, wenn es um schwere Erkrankungen wie Krebs geht.


Wer war Hulda Clark?

Clark veröffentlichte mehrere Bücher und bot Programme an, die versprachen, Krankheiten – darunter auch Krebs und HIV/AIDS – durch „Entgiftung“, Parasiten-Elimination und elektrische Anwendungen zu stoppen bzw. zu heilen.
Laut verfügbaren biografischen Angaben starb sie 2009 an multiplem Myelom (einer Krebserkrankung des blutbildenden Systems).


Die Kernideen: Parasiten, „Gifte“ und ein universelles Krankheitsmodell

1) „Alle Krankheiten kommen von Parasiten“

Ein zentraler Punkt in Clarks Weltbild war die Behauptung, alle Krankheiten seien im Kern parasitär bedingt. In ihren Büchern nannte sie teils sehr spezifische Erreger als Ursache für zahlreiche Erkrankungen (inkl. Krebs) – eine These, die in der Medizin so nicht gestützt wird.

2) Das „Syncrometer“

Clark propagierte ein Diagnosegerät („Syncrometer“), das angeblich extrem kleinste Belastungen/Erreger nachweisen könne. Genau diese Art von Geräte- und Wirkbehauptungen führte in den USA zu rechtlichen Auseinandersetzungen.

3) Der „Zapper“

Der „Zapper“ ist ein Gerät, das mit niedriger Spannung elektrische Impulse durch den Körper schicken soll – laut Clark angeblich in „passenden Frequenzen“, um Parasiten, Bakterien oder Viren abzutöten.
Wichtig: Für solche umfassenden Heilbehauptungen fehlt eine klinische Evidenzbasis, und die zugrunde liegende „Bioresonanz“-Logik wird in wissenschaftlichen Bewertungen als nicht ausreichend belegt beschrieben.


Rechtliche/behördliche Einordnung: Warum Clark so umstritten ist

Bei Clark geht es nicht nur um „ungewöhnliche Ideen“, sondern auch um behördliche Schritte gegen Werbe- und Wirkbehauptungen sowie um den Betrieb ihrer Klinik.

  • FTC/US-Gerichte: Es gab ein Verfahren bzw. eine gerichtliche Einigung, die u. a. darauf abzielte, bestimmte gesundheitsbezogene Behauptungen zu unterlassen und Rückerstattungen zu ermöglichen.
  • Klinik in Tijuana (Mexiko): Berichte nennen behördliche Maßnahmen wegen fehlender Registrierung/Lizenzierung und Einschränkungen der angebotenen „alternativen“ Behandlungen.

Sicherheit: Wo echte Risiken liegen

Gerade bei Geräten, die Strom an den Körper bringen, ist Vorsicht Pflicht. Ein dokumentierter Fall beschreibt Probleme bei einer Person mit Herzschrittmacher (Arrhythmien).
Das heisst nicht automatisch „jedes Gerät ist gefährlich“ – aber es zeigt: Selbst wenn jemand solche Anwendungen privat erwägt, dürfen relevante Vorerkrankungen/Implantate niemals ignoriert werden.

Und noch wichtiger: Bei Krebs, schweren Infektionen oder chronischen Erkrankungen ist es besonders riskant, wirksame Standardtherapien durch unbelegte Methoden zu ersetzen. Wissenschaftliche Reviews betonen, dass es keine überzeugenden klinischen Belege gibt, dass Clark-Protokolle Krebs heilen.


Was bleibt „brauchbar“ – ohne Heilsversprechen?

Auch wenn Clarks zentrale Behauptungen wissenschaftlich nicht tragen, lässt sich nachvollziehen, warum Menschen sie lesen: Sie bietet einfache Erklärungen („eine Ursache, eine Lösung“), klare Pläne und das Gefühl von Kontrolle.

Wenn man das konstruktiv übersetzt, bleibt davon eher ein Lebensstil- und Präventionsrahmen übrig (Ernährung reflektieren, Schlaf, Stressmanagement, Bewegung, ärztliche Abklärung ernst nehmen) – aber eben ohne das Versprechen, damit schwere Krankheiten sicher zu heilen.


FAQ

Hat der Zapper wissenschaftlich bewiesen Krebswirkung?
Für die von Clark behaupteten Heilwirkungen gibt es keine robuste klinische Evidenz; wissenschaftliche Bewertungen sehen die Grundannahmen als nicht belegt.

Warum warnen Behörden/Institutionen vor solchen Behauptungen?
Weil Gesundheitsversprechen ohne Wirksamkeitsnachweis Patient:innen gefährden können (Therapieaufschub, Fehlentscheidungen, Risiko bei Vorerkrankungen). Zudem gab es rechtliche Schritte gegen bestimmte Werbeaussagen.

Kann ich mich mit Parasiten „testen“?
Ja – aber sinnvollerweise mit medizinisch etablierten Verfahren (Stuhltests, Blutwerte, Reise-/Expositionsanamnese) über Ärzt:innen/Labore.


Fazit

Hulda Clark ist eine Schlüsselfigur in der Geschichte der „Zapper“- und Parasiten-Narrative – aber ihre universellen Krankheits- und Heilbehauptungen sind wissenschaftlich nicht abgesichert und wurden von Behörden/Reviews deutlich kritisiert.
Wer sich mit dem Thema „Frequenzen“ und Gesundheit beschäftigt, sollte besonders bei schweren Erkrankungen (z. B. Krebs) strikt zwischen Begleitansätzen und wirksamer, evidenzbasierter Behandlung unterscheiden.


Author: NLS Informationsmedizin GmbH – Herbert Eder


Wichtiger Disclaimer

Frequenzbasierte Anwendungen/Frequenztherapie sind schulmedizinisch nicht anerkannt und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung durch ausgebildete Ärztinnen/Ärzte oder Heilpraktiker:innen. Bei Beschwerden, akuten Symptomen oder schweren Erkrankungen (insbesondere Krebs) wenden Sie sich bitte an qualifiziertes medizinisches Fachpersonal.

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Herbert Eder

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