Aggiornato dalla redazione: 30 ottobre 2026
Bei einem malignen Meningeom muss die Behandlung Tumorkontrolle und Schutz wichtiger Funktionen zusammenführen. Nach möglichst sicherer Entfernung eines Grad-3-Tumors wird gewöhnlich eine fraktionierte Bestrahlung empfohlen. Ein späterer Rückfall erfordert eine erneute Bewertung der Lage, bisherigen Eingriffe und bereits verabreichten Strahlendosis. [1] [3]
Als Herbert Eder erläutere ich diese Entscheidungen und die Einordnung von Frequenztherapie. Der Beitrag konzentriert sich auf Behandlung, Rückfall und Kontrollen. Dabei werden etablierte lokale Verfahren von noch untersuchten medikamentösen oder radionuklidbasierten Ansätzen getrennt. Ein auffälliger molekularer Marker oder Rezeptornachweis ist für sich allein keine Garantie für einen Behandlungserfolg.
Was die Operation erreichen soll
Die Operation soll möglichst viel Tumorgewebe entfernen, Druck auf das Gehirn vermindern und Material für die genaue Diagnose liefern. Der Erhalt von Sprache, Bewegung, Sehen und anderen Funktionen setzt dabei Grenzen. Wächst ein Tumor eng an wichtige Nerven oder Gefäße, kann ein bewusst belassener Rest sinnvoller sein als eine Entfernung um jeden Preis. [1]
„Vollständig entfernt“ und „dauerhaft geheilt“ sind unterschiedliche Aussagen. Das frühe MRT nach der Operation dokumentiert den sichtbaren Restbefund und schafft eine Vergleichsgrundlage. Der WHO-Grad beschreibt dagegen Eigenschaften des Tumorgewebes. Auch nach vollständiger Entfernung können höhergradige Meningeome wieder auftreten. Bewahren Sie deshalb Operationsbericht, endgültigen Gewebebefund und die Bilddaten auf. Gemeinsam geben sie Auskunft darüber, welche Ausgangssituation bei der weiteren Planung vorliegt. [2]
Bestrahlung bei einem Meningeom des WHO-Grads 3
Bei Grad 3 empfiehlt die europäische Leitlinie eine möglichst vollständige, sicher durchführbare Entfernung und anschließend eine fraktionierte Bestrahlung. „Fraktioniert“ bedeutet, dass die Behandlung auf mehrere Sitzungen verteilt wird. Die individuelle Durchführbarkeit bleibt entscheidend. [3]
Vor Beginn werden die Zielregion und benachbarte empfindliche Strukturen anhand von Planungsbildern festgelegt. Eine individuell angefertigte Maske hilft, den Kopf bei jeder Sitzung gleich zu lagern. Die äußere Bestrahlung macht Sie nicht radioaktiv. Ob Photonen oder Protonen eingesetzt werden, hängt von der konkreten Planung ab; Protonen sind nicht automatisch für jeden Tumor die bessere Wahl. Fragen Sie, welche gesunden Strukturen geschont werden sollen und welchen Vorteil das vorgeschlagene Verfahren in Ihrem Fall bietet. [4]
Mögliche Belastungen sind Müdigkeit, Hautreaktionen, örtlicher Haarausfall und vorübergehende Beschwerden durch eine Schwellung. Spätfolgen hängen unter anderem davon ab, welche Hirnbereiche mitbestrahlt werden. Liegt etwa die Hirnanhangsdrüse im Behandlungsfeld, können Hormonkontrollen erforderlich sein. Auch Gedächtnis- oder Konzentrationsveränderungen gehören ins Gespräch. Das Team sollte die erwarteten Risiken Ihres Plans erläutern und nicht nur allgemeine Listen möglicher Nebenwirkungen vorlegen. [4]
Grad 2 nach vollständiger Entfernung: Was die neue ROAM-Studie zeigt
Für diese besondere Situation wurden im September 2026 die Ergebnisse der randomisierten ROAM/EORTC-1308-Studie veröffentlicht. 157 Menschen mit neu diagnostiziertem atypischem Meningeom erhielten nach vollständiger Operation entweder zusätzliche Bestrahlung oder bildgebende Beobachtung. Nach fünf Jahren lag das krankheitsfreie Überleben bei 79,9 Prozent mit Bestrahlung und 64,3 Prozent unter Beobachtung. Gemeint war die Zeit ohne MRT-bestätigten Rückfall oder Tod; diese Zahl ist keine persönliche Heilungswahrscheinlichkeit. [5]
Die Studie unterstützt, eine zusätzliche Bestrahlung auch nach vollständiger Grad-2-Entfernung anzubieten und individuell abzuwägen. Strahlenbedingte schwerwiegende Ereignisse wurden bei fünf von 66 tatsächlich entsprechend behandelten Teilnehmenden erfasst. Der Nutzen, einen Rückfall zu vermeiden oder hinauszuschieben, muss gegen mögliche Spätfolgen stehen. Die Ergebnisse gelten für die untersuchte Situation und beantworten nicht automatisch die Behandlung eines Grad-1-Tumors, eines bereits bestrahlten Rückfalls oder jeder molekularen Untergruppe. [5]
Was Langzeitdaten über höhere Risiken aussagen
Die Langzeitauswertung der Studie RTOG 0539 erfasste unterschiedliche Risikogruppen. Trotz Operation und Bestrahlung blieben Rückfälle bei der Hochrisikogruppe häufig; hierzu gehörten unter anderem Grad-3-Tumoren und wiedergekehrte höhergradige Meningeome. Diese Phase-II-Studie hatte für diese Gruppen keinen randomisierten Beobachtungsarm. Ihre Zahlen zeigen deshalb vor allem, weshalb anhaltende Kontrollen und bessere Behandlungen nötig sind. Sie erlauben keine sichere Vorhersage, wie lange ein einzelner Mensch mit seinem Tumor leben wird. [6]
Bei Verdacht auf einen Rückfall zuerst den Befund klären
Eine neue Auffälligkeit im MRT muss im zeitlichen Verlauf und im Zusammenhang mit früheren Behandlungen beurteilt werden. Narbengewebe und Behandlungseffekte können die Einordnung erschweren. Bei unklarer Tumorausdehnung oder unsicherem Rückfall kann eine PET-Untersuchung mit einem Somatostatinrezeptor-Tracer ergänzen. Sie hilft, Meningeomgewebe genauer abzugrenzen, und kann die Planung einer weiteren lokalen Behandlung unterstützen. Ob sie benötigt wird, sollte sich aus einer konkreten Frage ergeben, die das MRT allein nicht ausreichend beantwortet. [7]
Für das erneute Tumorboard sind auch die bisherigen Bestrahlungspläne wichtig. Eine neue Aufnahme allein zeigt nicht, welche Dosis empfindliche Strukturen früher erhalten haben. Bei einer erneuten Bestrahlung müssen Zielvolumen, Zeitabstand und die Belastbarkeit des umgebenden Gewebes berücksichtigt werden. Eine Untersuchung aus acht Zentren mit 181 erneut bestrahlten Personen belegt die grundsätzliche Machbarkeit bei ausgewählten Patienten. Sie war jedoch rückblickend und umfasste unterschiedliche Grade und Verfahren. Größere behandelte Volumina waren mit mehr Nebenwirkungen verbunden. [8]
Wann eine erneute Operation sinnvoll sein kann
Eine zweite Operation kann den Tumor erneut verkleinern, Beschwerden lindern oder frisches Gewebe für die Untersuchung liefern. Sie ist weder grundsätzlich ausgeschlossen noch automatisch der beste nächste Schritt. In einer kleinen Studie mit 26 wiederholt operierten Menschen waren bestimmte Gefäßverletzungen und Wundinfektionen häufiger als bei Ersteingriffen. Besonders schwierige Lagen verlangen eine genaue Abwägung. Fragen Sie nach dem konkreten Ziel: Geht es um möglichst vollständige Entfernung, Entlastung einer bedrohten Funktion oder eine bessere diagnostische Grundlage? [9]
Wie hoch das Risiko eines erneuten Eingriffs ist, hängt stark von der Auswahl der Patienten und der Situation vor Ort ab. Eine größere, 2026 veröffentlichte Untersuchung fand nach statistischem Abgleich vergleichbare kurzfristige Ergebnisse von Erst- und Wiederholungsoperationen. Das hebt die Risiken nicht auf, zeigt aber, warum eine pauschale Aussage wie „Eine zweite Operation ist immer gefährlicher“ zu grob wäre. Entscheidend bleibt die Einschätzung des erfahrenen neurochirurgischen Teams anhand Ihrer Befunde. [10]
Welche Rolle Medikamente bei einem fortschreitenden Meningeom spielen
Nach ausgeschöpften örtlichen Behandlungen werden auch Medikamente und molekular ausgewählte Ansätze geprüft. Die EANO-Leitlinie zur molekularen Testung unterscheidet dabei ein biologisch interessantes Ziel von einem klinisch bewiesenen Nutzen. Ein auffälliges Gen im Tumorbericht bedeutet noch nicht, dass das dazu passende Medikament zuverlässig wirkt. Eine Besprechung im molekularen Tumorboard kann helfen, eine geeignete Studie oder einen begründeten individuellen Versuch zu beurteilen. [11]
Ein aktuelles Beispiel ist Abemaciclib: In einer 2026 veröffentlichten Phase-II-Studie wurden fortschreitende Grad-2- und Grad-3-Meningeome mit bestimmten NF2- oder Zellzyklusveränderungen behandelt. Von den ersten 24 auswertbaren Teilnehmenden waren 14 nach sechs Monaten ohne Fortschreiten. Es gab keine Kontrollgruppe; überwiegend wurde eine Stabilisierung statt einer messbaren Verkleinerung erreicht. Auch schwere Nebenwirkungen kamen vor. Das ist ein Forschungssignal für eine ausgewählte Gruppe und kein allgemeiner Wirksamkeitsbeweis für jedes maligne Meningeom. [12]
Die europäische Zulassung von Abemaciclib betrifft bestimmte Formen von Brustkrebs. Eine Anwendung bei einem Meningeom ist damit nicht automatisch zugelassen. Solche Unterschiede zwischen Studienergebnis, Zulassung und individueller Anwendung sollten vor einer Entscheidung ausdrücklich besprochen werden. [13]
Auch Bevacizumab wurde in einer kleinen Phase-II-Studie bei vorbehandelten Meningeomen untersucht. Häufiger wurde ein vorübergehend stabiler Befund als eine deutliche Tumorverkleinerung beobachtet. Zu den erfassten Nebenwirkungen gehörten Bluthochdruck, Eiweißverlust über den Urin und Müdigkeit. Wenn ein solcher Ansatz erwogen wird, sollten Ziel, Kontrollen und Kriterien für Fortsetzung oder Abbruch klar sein. Die Ergebnisse einer unkontrollierten Studie sind kein Nachweis, dass die Behandlung das Leben sicher verlängert. [14]
Radionuklidtherapie: Gezielter Ansatz mit noch offenen Fragen
Viele Meningeome tragen Somatostatinrezeptoren. Daran können radioaktiv markierte Stoffe binden; bei der Peptidrezeptor-Radionuklidtherapie, kurz PRRT, wird dies für eine gezielte Bestrahlung von innen genutzt. Ein positiver Rezeptorbefund allein garantiert jedoch keinen Behandlungserfolg. Die gemeinsame nuklearmedizinisch-neuroonkologische Empfehlung ordnet PRRT beim Meningeom als untersuchten Ansatz ein, insbesondere wenn weitere lokale Verfahren nicht mehr möglich sind. Nierenfunktion, Knochenmark und mögliche Schwellungsrisiken müssen mitbeurteilt werden. [7]
Die europäische Studie LUMEN-1 untersucht Lutetium-177-DOTATATE bei nach Operation und Bestrahlung wiedergekehrten Meningeomen in einem randomisierten Vergleich. Der veröffentlichte Studienplan beschreibt unter anderem den erforderlichen Rezeptornachweis und die Messung von Tumorkontrolle, Sicherheit und Lebensqualität. Ein Studienprotokoll ist noch kein positives Behandlungsergebnis. Wenn eine PRRT angeboten wird, lohnt die Frage, ob eine Teilnahme an einer passenden Studie möglich ist und welche Alternativen im Zentrum geprüft wurden. [15]
Nachsorge, Rehabilitation und neue Beschwerden
Höhergradige Meningeome benötigen eine langfristige MRT-Verlaufskontrolle, auch nach zunächst vollständiger Entfernung. Eine Auswertung längerfristiger Verläufe zeigt, dass Rückfälle nicht nur in den ersten Jahren auftreten. Die Abstände sollen den Grad, einen möglichen Rest, bisherige Wachstumsgeschwindigkeit und weitere Behandlungen berücksichtigen. Ein schriftlicher Plan hilft: Wann ist das nächste MRT vorgesehen, wer bespricht es, und was geschieht bei einem unklaren Ergebnis? Ein unauffälliger Kontrolltermin hebt spätere Kontrollen nicht automatisch auf. [2]
Rehabilitation behandelt Folgen, die ein MRT allein nicht erfasst. Physiotherapie kann Kraft und Gleichgewicht unterstützen, Ergotherapie die Bewältigung alltäglicher Aufgaben. Bei Sprach- oder Schluckproblemen kann Logopädie helfen. Auch Veränderungen von Konzentration, Belastbarkeit und Stimmung sollten angesprochen werden. Der Bedarf kann sich im Verlauf verändern; Unterstützung muss daher nicht auf die erste Zeit nach der Operation begrenzt bleiben. Besprechen Sie konkrete Ziele wie selbstständiges Anziehen, sichere Wege außer Haus oder die schrittweise Rückkehr zu einer Tätigkeit. [16]
Neue oder zunehmende Schwäche, Sprach- oder Sehstörungen, anhaltendes Erbrechen oder Anfälle sollten zeitnah medizinisch beurteilt werden. Treten neurologische Ausfälle plötzlich auf und bilden sie sich nicht zurück, ist sofortige Notfallhilfe nötig. Warten Sie damit nicht auf das nächste geplante MRT. Halten Sie die Kontaktdaten des Behandlungsteams bereit und klären Sie nach einem Krankenhausaufenthalt, welche Stelle außerhalb der normalen Ambulanzzeiten erreichbar ist. [17]
Forschungssignale und gesicherte Therapieziele auseinanderhalten
Eine zeitweilige Stabilisierung in einer kleinen unkontrollierten Studie ist ein anderes Ergebnis als eine bewiesene Lebensverlängerung. Das gilt beispielsweise für untersuchte medikamentöse Ansätze bei fortschreitenden Meningeomen. [12] [14] Eine Zulassung eines Wirkstoffs bei Brustkrebs schafft zudem keine automatische Zulassung beim Meningeom. [13]
Sotto Terapia di frequenza per i tumori cerebrali erläutere ich die ergänzende Fragestellung. Ein Nachweis für elektrische Tumortherapiefelder bei Glioblastom lässt sich nicht auf höhergradige Meningeome oder andere Geräte übertragen. Der Beitrag Studi scientifici sulla terapia a frequenze hilft, Verfahren, Patientengruppe und Endpunkt genau zu vergleichen.
Auch eine PRRT ist eine definierte interne Strahlenbehandlung mit besonderen Voraussetzungen. Ein veröffentlichtes Studienprotokoll wie LUMEN-1 beschreibt eine zu prüfende Frage und noch kein positives Ergebnis. [15] Für Ihre Entscheidung ist deshalb wichtig, ob eine Anwendung Standard, individuell begründeter Versuch oder Studienteilnahme ist. Lassen Sie Nutzen, Kontrollen und Kriterien für eine erneute Entscheidung schriftlich festhalten und melden Sie neue neurologische Beschwerden unabhängig vom nächsten geplanten MRT.
Fonti e ulteriori informazioni
- International Consortium on Meningiomas 2024: Konsens zu Diagnostik und Behandlung. Consultato il 28 ottobre 2026.
- Owusu-Adjei et al.: An evidence-based framework for postoperative surveillance of meningioma. Consultato il 28 ottobre 2026.
- EANO 2021: Guideline on the diagnosis and management of meningiomas. Consultato il 28 ottobre 2026.
- University College London Hospitals: Radiotherapy for meningiomas. Consultato il 28 ottobre 2026.
- Jenkinson et al. 2026: ROAM/EORTC-1308, randomisierte Bestrahlungsstudie nach vollständiger Grad-2-Resektion. Consultato il 28 ottobre 2026.
- NRG Oncology RTOG 0539: Langzeitauswertung 2026. Consultato il 28 ottobre 2026.
- EANM/EANO/RANO/SNMMI 2024: Somatostatinrezeptor-Bildgebung und Radionuklidtherapie bei Meningeomen. Consultato il 28 ottobre 2026.
- Desideri et al. 2024: Re-irradiation for recurrent intracranial meningiomas. Consultato il 28 ottobre 2026.
- Hanakita und Oya 2024: Surgical outcomes following reoperation for recurrent intracranial meningiomas. Consultato il 28 ottobre 2026.
- Vergleichsstudie 2026: Intraoperative and postoperative outcomes in primary versus revision meningioma surgery. Consultato il 28 ottobre 2026.
- EANO 2025: Molecular testing of meningiomas for targeted therapy selection. Consultato il 28 ottobre 2026.
- Brastianos et al. 2026: Abemaciclib in meningiomas, Alliance A071401. Consultato il 28 ottobre 2026.
- Europäische Arzneimittel-Agentur: Verzenios – zugelassene Anwendungsgebiete. Consultato il 28 ottobre 2026.
- Kumthekar et al. 2022: Multizentrische Phase-II-Studie mit Bevacizumab bei rezidivierten Meningeomen. Consultato il 28 ottobre 2026.
- Albert et al.: LUMEN-1/EORTC-2334-BTG, Protokoll der randomisierten Phase-II-Studie. Consultato il 28 ottobre 2026.
- Macmillan Cancer Support: Coping with changes after brain tumour treatment. Consultato il 28 ottobre 2026.
- University Hospitals Plymouth: Pathway neurosurgery for suspected brain or spinal tumour. Consultato il 28 ottobre 2026.
Panoramica degli argomenti: Comprendere i tumori.




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