Last updated: October 30, 2026
Ob ein zusätzliches Geräteverfahren wirtschaftlich in eine Arztpraxis passt, lässt sich nicht am Anschaffungspreis allein erkennen. Benötigt werden eine fachlich begründbare Anwendung, eine zulässige Abrechnung, tatsächlich verfügbare Arbeitszeit und realistische Nachfrage. Erst dann ist eine Kalkulation sinnvoll. Ein hoher rechnerischer Ertrag macht eine ungeeignete Behandlung nicht geeigneter.
Drei Fragen, drei Rechnungen
Deckt eine zusätzliche Sitzung ihre zusätzlichen Kosten? Dafür dient der Deckungsbeitrag: Erlös abzüglich der der Sitzung zugerechneten variablen Kosten. Trägt das Angebot seine laufenden festen Ausgaben? Dafür wird der monatliche Deckungsbeitrag mit diesen Ausgaben verglichen. Wann fließt das investierte Kapital zurück? Dafür braucht es eine gesonderte Betrachtung der Zahlungsströme.
Diese Fragen dürfen nicht vermischt werden. Wer den gesamten Kaufpreis als anfänglichen Geldabfluss erfasst, darf eine spätere rechnerische Verteilung desselben Kaufpreises nicht nochmals als Zahlung abziehen. Umgekehrt zeigt ein monatlicher Überschuss vor dieser Verteilung noch nicht, dass die Investition vollständig erwirtschaftet wurde.
Ein bewusst vereinfachtes Beispiel
Angenommen, ein Gerät kostet 6.000 Euro. Laufende feste Zusatzkosten betragen 600 Euro pro Jahr, also 50 Euro monatlich. Nach Abzug aller im Beispiel angesetzten variablen Kosten verbleiben 35 Euro je tatsächlich bezahlter Sitzung. Diese Beträge sind frei gewählte Rechenannahmen, keine Marktpreise oder Honorarempfehlung.

| Position | 20 Sitzungen im Monat |
|---|---|
| Deckungsbeiträge: 20 × 35 Euro | 700 Euro |
| Laufende feste Zusatzkosten | −50 Euro |
| Monatlicher Zahlungsüberschuss im Modell | 650 Euro |
| Rechnerische Kaufpreisverteilung über 60 Monate | −100 Euro |
| Kalkulatorischer Restbetrag | 550 Euro |
Die 60 Monate sind ausschließlich eine gewählte Rechendauer; daraus folgt keine steuerliche Abschreibungsregel. Ohne Anlaufphase, Steuern, Finanzierung oder weitere Investitionen wären 6.000 Euro bei konstant 650 Euro monatlichem Zahlungsüberschuss rechnerisch nach rund 9,2 Monaten zurückgeflossen. Bei zehn Sitzungen bleiben 300 Euro monatlich, entsprechend 20 Monate. Bei fünf Sitzungen sind es 125 Euro, entsprechend 48 Monate. Gerade diese Abhängigkeit von der Auslastung ist entscheidend.
Welche Kosten fehlen leicht?
Erfassen Sie Aufklärung, Anwendungsvorbereitung, Dokumentation, Reinigung, Wartung und Terminorganisation. Arbeitszeit ist nicht automatisch eine variable Auszahlung: Bei vorhandenem Personal kann sie zunächst eine Kapazitätsfrage sein. Muss zusätzliche Arbeitszeit bezahlt werden, verändert sich der Zahlungsstrom. Wird ein anderer Termin verdrängt, entsteht ein entgangener Beitrag zur Praxisfinanzierung. Solche Unterschiede gehören offen in die Annahmen.
Bei Finanzierung müssen tatsächliche Raten, Gebühren und Zinsen gesondert berücksichtigt werden. Die FMA erläutert den Unterschied zwischen nominalem Zinssatz und effektiver Kostenbelastung. Ob ein konkreter Praxisvertrag unter Verbraucherkreditregeln fällt, ist damit nicht entschieden. [3]
Die medizinische Entscheidung kommt vor der Auslastung
Die kalkulierte Einnahme ist nur dann belastbar, wenn die Leistung tatsächlich so erbracht und abgerechnet werden darf. In Deutschland sind insbesondere die Voraussetzungen der GOÄ und ihre Rechnungsanforderungen zu beachten. Eine gewünschte Rendite begründet keine Gebührenposition. [1] [2]
Prüfen Sie Nutzen, Unsicherheit und Sicherheit für die konkrete Anwendung. Eine notwendige Behandlung darf durch ein ergänzendes Angebot nicht verzögert werden. [4] The Abrechnungsregeln in Österreich und Deutschland and the grundsätzliche Investitionsplanung einer Frequenzpraxis helfen bei den nächsten Schritten. Für externe Finanzierung lohnt zusätzlich die Prüfung der Kredit- und Leasingbedingungen.
Sources and Further Information
- Deutschland: GOÄ § 1 – Anwendungsbereich. Verified on October 30, 2026.
- Deutschland: GOÄ § 12 – Fälligkeit und Abrechnung. Verified on October 30, 2026.
- Finanzmarktaufsicht Österreich: Konsumkredite. Verified on October 30, 2026.
- NCCIH: Are You Considering a Complementary Health Approach?. Verified on October 30, 2026.
Topic Overview: Practice and Training.




Comments are closed, but trackbacks and pingbacks are open.