Aufgeschlagenes Buch, Brille, Notizbuch und Gemüseschale unter dem Titel Übersäuerung hinterfragt.

Norbert Treutweins „Übersäuerung – Krank ohne Grund“ verbindet Ernährung und Lebensweise mit einem umfassenden Säure-Basen-Modell. Die beim Verlag aufgeführte Heyne-Neuausgabe erschien am 9. Dezember 2019, umfasst 256 Seiten und trägt die ISBN 978-3-453-60528-2. [1] Die folgende Besprechung prüft die öffentlichen Buchangaben und ausgewählte Passagen der Verlagsleseprobe. Sie beansprucht keine vollständige Lektüre aller Kapitel.Continue reading

Klangschale, Kräuter, Fläschchen, Steine, Stimmgabeln und dünne Nadeln auf einem Holztisch.

Komplementäre Angebote schaffen nicht automatisch eine bessere Patientenbeziehung. Entscheidend ist, wie eine Praxis zuhört, informiert und den Verlauf begleitet. Wer Patientenbindung verbessern möchte, sollte deshalb zuerst die Betreuungsqualität prüfen. Mehr Termine oder längere Behandlungsserien sind für sich kein Beleg für gesundheitlichen Nutzen oder Vertrauen.Continue reading

Mann mit Brille spricht mit einer Frau an einem Tisch mit Unterlagen und Büchern.

Ein Gespräch über komplementäre Verfahren muss verständlich machen, was angeboten wird, was darüber bekannt ist und welche Entscheidung ansteht. Ein wohlklingender Satz über „gute Erfahrungen“ reicht dafür ebenso wenig wie eine Unterschrift ohne Erklärung. Die folgenden fünf Schritte sind eine praktische Gesprächsstruktur. Sie ersetzen keine Prüfung der Anforderungen des jeweiligen Berufs, Landes und Einzelfalls.Continue reading

Geöffneter Gerätekoffer, Taschenrechner, Geldscheine und Unterlagen in einem Raum mit Liege.

Ob ein zusätzliches Geräteverfahren wirtschaftlich in eine Arztpraxis passt, lässt sich nicht am Anschaffungspreis allein erkennen. Benötigt werden eine fachlich begründbare Anwendung, eine zulässige Abrechnung, tatsächlich verfügbare Arbeitszeit und realistische Nachfrage. Erst dann ist eine Kalkulation sinnvoll. Ein hoher rechnerischer Ertrag macht eine ungeeignete Behandlung nicht geeigneter.Continue reading

Mann im weißen Mantel betrachtet ein Fläschchen an einem Tisch mit Pflanzenmaterial und Mörser.

In der Hausarztpraxis kommen Fragen zu Kräuterpräparaten, Akupunktur, Entspannung oder elektrischen Anwendungen häufig zusammen. Eine hilfreiche Antwort beginnt beim Anliegen: Welche Beschwerden bestehen, was wurde bereits abgeklärt und was erhofft sich die Person von der zusätzlichen Methode? Erst danach lässt sich beurteilen, ob ein Angebot sinnvoll ergänzt, unnötige Kosten verursacht oder die laufende Behandlung gefährden könnte.Continue reading

Frau schreibt an einem Tisch mit Unterlagen, Taschenrechner und kleinen Fläschchen.

Wer komplementäre Leistungen in einer Arztpraxis abrechnet, braucht zuerst eine klare Antwort auf drei Fragen: In welchem Land wird behandelt? Welche konkrete ärztliche Leistung wurde erbracht? Wer soll die Kosten tragen? Der Sammelbegriff „Frequenztherapie“ beantwortet keine davon. Eine allgemeine Honorarordnung für alle komplementären Verfahren in Österreich und Deutschland gibt es in dieser Form nicht.Continue reading

Mann im weißen Mantel schreibt neben einem elektronischen Gerät und einem braunen Fläschchen.

Für die ärztliche Praxis ist „Frequenztherapie“ als alleinige Bezeichnung zu ungenau. Eine sinnvolle Bewertung beginnt mit einem bestimmten Verfahren, einer definierten Indikation und einem Ergebnis, das für den Patienten relevant ist. Integrative Versorgung bedeutet, diese Entscheidung mit der übrigen Diagnostik und Behandlung abzustimmen.Continue reading