Aggiornato dalla redazione il 30 ottobre 2026
Die 2021 veröffentlichte Arbeit von Jiang und Mei zu Spike-Protein und DNA-Reparatur wurde 2022 zurückgezogen. Ihre experimentellen Probleme und fehlenden Impfstoffuntersuchungen erlauben keine Schlussfolgerung, COVID-Impfungen hätten DNA-Schäden bewiesen. Der Publikationsstatus gehört deshalb zwingend zur Bewertung. [1][2]
Als Herbert Eder erkläre ich, weshalb daraus auch keine Indikation für eine vermeintliche Reparatur- oder Ausleitungsbehandlung mit Frequenztherapie folgt. Reale Beschwerden verdienen eine eigene medizinische Abklärung anhand belastbarer Befunde.
Welche Untersuchung war mit der „Stockholmer Studie“ gemeint?
Der Artikel erschien im Oktober 2021 in der Fachzeitschrift Viruses. Er beschrieb Versuche in kultivierten Zellen und behauptete unter diesen Laborbedingungen Beeinträchtigungen bestimmter DNA-Reparaturvorgänge durch das Spike-Protein. Im Titel stand bereits „in vitro“, also außerhalb eines lebenden Organismus. Das ursprüngliche Manuskript ist heute als zurückgezogen gekennzeichnet und bleibt als Dokument der damaligen Veröffentlichung auffindbar. [2]
Die Rücknahmemitteilung stellt klar: Ein Impfstoff auf Basis des vollständigen Spike-Proteins wurde nicht untersucht. Für Aussagen über eine beeinträchtigte erworbene Immunabwehr fehlten entsprechende Experimente. Die Arbeit erlaubt deshalb keine persönliche Risikoprognose nach einer Impfung. [1]
Warum eine Rücknahme die Bewertung verändert
Die Zeitschrift untersuchte Bedenken am experimentellen Aufbau. Nach ihrer Bewertung ließen die verwendeten künstlichen Bedingungen keine verlässliche Deutung der berichteten Beobachtungen zu; damit waren Ergebnisse und Schlussfolgerungen nicht zuverlässig. Die Redaktion zog die Veröffentlichung zurück. Das ist ein konkreter Qualitätsbefund zu dieser Arbeit, keine Aussage darüber, dass jede Frage zur Zellbiologie bereits abschließend geklärt wäre. [1]
Beim Lesen hilft eine einfache Unterscheidung: Eine Vermutung kann Anlass für Forschung sein, ohne bereits eine bestätigte Erklärung zu liefern. Wenn die tragende Untersuchung zurückgenommen wird, darf man ihre Schlussfolgerung nicht unverändert als Beweis weiterverwenden. Ein heruntergeladenes älteres PDF zeigt möglicherweise noch den ursprünglichen Text; für die Einordnung gehört deshalb der aktuelle Publikationsstatus dazu.
Was bei einer mRNA-Impfung tatsächlich geschieht
Ein mRNA-Impfstoff enthält eine vorübergehende Bauanleitung für ein bestimmtes Erregerprotein. Zellen nutzen sie zur Proteinherstellung; das Immunsystem kann das gebildete Antigen erkennen. Dabei wird nicht zunächst die menschliche DNA in einen Bauplan für das Coronavirus umgeschrieben. Diese Vorgänge müssen begrifflich auseinandergehalten werden. [3]
Impfstoffe arbeiten zudem nicht alle nach demselben Prinzip. Neben mRNA-Impfstoffen gibt es beispielsweise Proteinimpfstoffe, Impfstoffe mit inaktivierten Erregern und Lebendimpfstoffe. Aussagen über „die Impfung“ müssen daher benennen, welches Produkt und welche Technologie gemeint sind. Das österreichische Gesundheitsportal erläutert diese Unterschiede; eine einzelne Laborarbeit zu einem Protein kann nicht stellvertretend sämtliche Impfstoffarten bewerten. [3]
Eine Immunantwort ist keine pauschale Störung der Abwehr
Für Comirnaty beschreibt die EMA die Bildung von Antikörpern und die Aktivierung von T-Zellen als Teile der angestrebten Immunantwort. Das gebildete Antigen dient dabei als Erkennungsmerkmal. Diese Beschreibung darf nicht mit der Behauptung gleichgesetzt werden, die Impfung verhindere grundsätzlich die Bildung von Abwehrzellen. Ob eine bestimmte Person ausreichend geschützt ist, ist wiederum eine andere, klinische Frage. [8]
Bei Menschen mit manchen Krebserkrankungen oder unter bestimmten immunschwächenden Behandlungen kann die Impfantwort geringer ausfallen. Gleichzeitig kann ihr Risiko für schwere COVID-Verläufe erhöht sein. Das National Cancer Institute betont deshalb die Bedeutung individueller Schutzmaßnahmen und ärztlicher Beratung. Eine eingeschränkte Antwort bei solchen Vorerkrankungen ist kein Nachweis, dass Impfstoffe das Erbgut geschädigt hätten. [7]
Für die Bewertung einer Behauptung ist deshalb der Ausgangszustand entscheidend. Ein Vergleich müsste berücksichtigen, ob eine Erkrankung schon vor der Impfung bestand und ob eine Behandlung die beobachtete Veränderung erklären könnte. Das ist eine Frage sauberer Zuordnung. Sie schützt sowohl vor einer vorschnellen Entwarnung als auch davor, die erste zeitlich passende Erklärung für die einzige mögliche Ursache zu halten.
DNA-Reparatur, Einbau ins Erbgut und Krebs sind verschiedene Fragen
DNA wird im Alltag einer Zelle fortlaufend beansprucht: Beim Kopieren können Fehler entstehen, und verschiedene Einflüsse können das Molekül schädigen. Mehrere Reparatursysteme helfen, solche Veränderungen zu korrigieren. Die Erforschung dieser Mechanismen wurde 2015 mit dem Chemie-Nobelpreis gewürdigt. DNA-Reparatur ist also ein reales, wichtiges Forschungsgebiet; ihre Bedeutung macht aber nicht jede daraus abgeleitete Gesundheitsbehauptung richtig. [4]
Drei Aussagen erfordern jeweils eigene Belege: Ein Messsignal in einem Reparaturversuch verändert sich. Fremdes genetisches Material wird dauerhaft in menschliche DNA eingebaut. Bei Menschen entsteht häufiger eine bestimmte Krankheit. Keine dieser Aussagen folgt allein daraus, dass die jeweils vorherige in einer Überschrift steht. Wer alle drei zu einer vermeintlich lückenlosen Kette verbindet, überspringt die entscheidenden Nachweise.
Das Robert Koch-Institut beschreibt für die mRNA aus Impfstoffen kein erkennbares Risiko eines Einbaus in das Erbgut von Körper- oder Keimbahnzellen. Ihre Funktion liegt in der Proteinherstellung im Zellplasma. Das widerspricht der Vorstellung, die Impfung müsse zuerst menschliche Gene im Zellkern umschreiben. Eine Diskussion über künstliche Zellversuche ist deshalb von der tatsächlichen Anwendung eines Impfstoffs zu trennen. [5]
Welche Daten würden eine Gesundheitsfrage beantworten?
Für eine klinische Behauptung müsste eine Untersuchung zunächst genau festlegen, welches Ereignis sie meint: einen Laborwert, eine ärztlich bestätigte Erkrankung oder eine Veränderung des Erkrankungsrisikos. Ebenso entscheidend wären eine geeignete Vergleichsgruppe, ein passender Beobachtungszeitraum und die Berücksichtigung anderer Erklärungen. „Nach einer Impfung aufgetreten“ und „durch eine Impfung verursacht“ sind unterschiedliche Aussagen, die sich nicht durch eine eindrucksvolle Abbildung gleichsetzen lassen.
Ein Beispiel für eine Untersuchung mit tatsächlichen Gesundheitsdaten ist die israelische Studie von Barda und Kollegen aus dem Jahr 2021. Sie verglich geimpfte und hinsichtlich wichtiger Merkmale passende ungeimpfte Personen. Dabei wurden unter anderem Hinweise auf ein erhöhtes Myokarditisrisiko erkannt. Die betrachtete Zeitspanne betrug 42 Tage. Diese Studie zeigt, wie konkrete Sicherheitsfragen untersucht werden können; sie ist wegen dieses Zeitfensters kein eigenständiger Beweis über sämtliche langfristigen Krebsrisiken. [6]
Gibt es Belege für Krebs durch COVID-Impfungen?
Das US-amerikanische National Cancer Institute berichtet, dass keine Belege dafür vorliegen, COVID-Impfstoffe verursachten Krebs, lösten einen Rückfall aus oder beschleunigten eine bestehende Krebserkrankung. Diese Einordnung lässt sich nicht durch den Verweis auf die zurückgezogene Zellstudie widerlegen. Eine Krebserkrankung nach einer Impfung braucht dieselbe sorgfältige onkologische Abklärung wie jede andere Krebserkrankung. [7]
Eine konkrete Besonderheit ist dennoch wichtig: Nach einer Impfung können Lymphknoten vorübergehend vergrößert sein und bei bildgebenden Untersuchungen auffallen. Informieren Sie Ihr Behandlungsteam deshalb über kürzlich erfolgte Impfungen, einschließlich Datum und geimpftem Arm. Anhaltende Schwellungen sollten ärztlich besprochen werden. Sie allein beweisen weder einen Tumor noch einen Impfschaden; die Einordnung hängt vom gesamten Befund ab. [7]
Tatsächliche Nebenwirkungen bleiben ein eigenes Thema
Eine widerlegte Behauptung macht ein Arzneimittel nicht automatisch frei von Nebenwirkungen. Für Comirnaty nennt die Europäische Arzneimittel-Agentur häufige vorübergehende Beschwerden wie Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit, Kopf- oder Muskelschmerzen. Auch seltene schwerwiegendere Risiken, insbesondere Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen, sind in der Produktinformation berücksichtigt. Für eine individuelle Entscheidung sind das konkrete Präparat und die persönliche medizinische Situation maßgeblich. [8]
Neu auftretende Atemnot, Brustschmerzen oder Herzklopfen nach einer Impfung sollen unverzüglich medizinisch abgeklärt werden. Bei akuten schweren Beschwerden ist eine sofortige Notfallversorgung erforderlich. Die EMA weist ausdrücklich auf diese Warnzeichen hin. Sie müssen dafür weder eine eigene Erklärung über Spike-Proteine finden noch erst beweisen, dass die Beschwerden von der Impfung stammen. [9]
Was Untersuchungen zu DNA-Resten im Impfstoff aussagen
Eine weitere, getrennte Frage betrifft die Herstellung: Für die Produktion von mRNA wird eine DNA-Vorlage genutzt; im fertigen Produkt können sehr geringe Restmengen zurückbleiben. Dafür gelten kontrollierte Qualitätsanforderungen. Die EMA beschreibt die Prüfung der Chargen vor ihrer Freigabe und sieht keine Belege, die solche Restmengen mit Nebenwirkungen verbinden. Produktqualität und ein angeblicher Einbau in menschliche Gene sind unterschiedliche Untersuchungsfragen. [10]
Achs und Kollegen untersuchten 2025 fünfzehn Chargen von Comirnaty und Spikevax mit mehreren einander ergänzenden Analyseverfahren. Die gemessenen DNA-Restmengen lagen unter den genehmigten Grenzwerten. Die Arbeit verdeutlicht auch, dass Messmethoden störende Einflüsse anderer Bestandteile berücksichtigen müssen. Ihre Aussage betrifft die untersuchten Impfstoffchargen; sie ersetzt weder eine klinische Langzeitbeobachtung noch die Untersuchung einer einzelnen Person mit Beschwerden. [11]
Wie Sie einen Verdacht sinnvoll dokumentieren
In Österreich können Patientinnen, Patienten und Angehörige vermutete Arzneimittelnebenwirkungen direkt dem Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen melden. Auch Angehörige der Gesundheitsberufe nutzen dieses Meldesystem. Eine Meldung dient dazu, mögliche Sicherheitssignale zu erkennen und zu prüfen; sie ist für sich genommen keine bestätigte Ursachenzuordnung. Hilfreich sind Angaben zum Präparat, zum zeitlichen Verlauf, zu Beschwerden und zu bereits erhobenen Befunden. [12]
Für ein Arztgespräch können Sie Ihre Fragen in drei Spalten ordnen: Was ist beobachtet worden? Was wurde bisher untersucht? Welche Erklärung ist noch offen? Bringen Sie bei Bedarf die konkrete Veröffentlichung mit, die Sie beunruhigt. So lässt sich gemeinsam prüfen, ob sie Ihre Situation überhaupt untersucht. Sachliche Korrektur einer falschen Studienbehauptung und ernsthafte Aufmerksamkeit für persönliche Beschwerden gehören zusammen.
Spike, DNA und Frequenztherapie: Eine zurückgezogene Studie trägt kein Reparaturversprechen
DNA-Reparaturmessung, dauerhafter Einbau fremden Materials und klinische Erkrankung sind verschiedene Forschungsfragen. Keine davon wird durch eine ungeeignete Zellstudie oder eine auf ihr beruhende Frequenzliste beantwortet. Die Rücknahme darf nicht aus der Darstellung entfernt werden, während ihre alte Schlussfolgerung weiter beworben wird. [1][2]
Die hier angeführten Quellen liefern keinen klinischen Nachweis einer Frequenztherapie zur „Spike-Ausleitung“ oder Reparatur angeblicher impfbedingter DNA-Schäden. Arzneimittelsicherheit wird anhand konkreter Risiken und geeigneter Untersuchungen beurteilt. Neue Brustschmerzen, Atemnot oder Herzklopfen benötigen unabhängig von einer vermuteten Ursache ärztliche Abklärung. [6][8][9]
Approfondimento correlato nell'ambito della terapia a frequenze e delle conoscenze in materia di salute: Spike-Protein-Ausleitung und ihre Beleglage · Studienqualität und belastbare Therapieaussagen.
Fonti e ulteriori informazioni
- Viruses: offizielle Rücknahme der Jiang/Mei-Studie, 10. Mai 2022. Consultato il 29 ottobre 2026.
- Jiang und Mei 2021: zurückgezogene Laborarbeit, nur als historische Quelle. Consultato il 29 ottobre 2026.
- Gesundheit.gv.at: Die verschiedenen Arten von Impfstoffen. Consultato il 29 ottobre 2026.
- Nobelpreis Chemie 2015: DNA repair, allgemeinverständlicher Hintergrund. Consultato il 29 ottobre 2026.
- Robert Koch-Institut: Sicherheit, mRNA und menschliche DNA. Consultato il 29 ottobre 2026.
- Barda et al. 2021: Safety of the BNT162b2 mRNA Covid-19 Vaccine in a Nationwide Setting. Consultato il 29 ottobre 2026.
- National Cancer Institute: COVID-19 Vaccines and People with Cancer. Consultato il 29 ottobre 2026.
- EMA: Comirnaty, Nutzen und Risiken sowie Produktinformation. Consultato il 29 ottobre 2026.
- EMA: Comirnaty und Spikevax, Myokarditis und Perikarditis als sehr seltene Nebenwirkungen. Consultato il 29 ottobre 2026.
- EMA: COVID-19 vaccines, key facts. Consultato il 29 ottobre 2026.
- Achs et al. 2025: Systematic analysis of COVID-19 mRNA vaccines using four orthogonal approaches. Consultato il 29 ottobre 2026.
- BASG: Nebenwirkungsmeldung human. Consultato il 29 ottobre 2026.
Panoramica degli argomenti: Ricerca e studi.




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